Der schöne Schein - Risikofaktor Sonne(nbrand)

Unsere Haut hat ein zwiespältiges Verhältnis zur Sonne. Einerseits kann sie uns gut tun und unser Wohlbefinden steigern. Doch andererseits zählt ein bestimmter Bereich ihrer Strahlung zu den größten Risikofaktoren überhaupt. Denn die hochenergetische UV-Strahlung sorgt nicht nur für äußerlich erkennbare Auswirkungen, sondern schädigt zugleich in den Zellkernen der Hautzellen das Erbgut. Wird also die bereits überstrapazierte Haut weiter UV-Strahlung ausgesetzt, entstehen Blasen und schließlich gehen die oberflächlichen Hautanteile zugrunde.
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Die so geschädigten Zellen vermehren sich nun mit dem zerstörten Erbgut als Krebszellen weiter. Bis zu einer gewissen Grenze gelingt es den weißen Blutkörperchen des Immunsystems, diese Krebszellen zu „entsorgen“. Kommt es aber im Laufe der Zeit aber zu immer neuen UV-Schäden, ist unser Immunsystem überfordert. Die Folge: Es entsteht meist eine Krebsgeschwulst, die sich mit wachsender Geschwindigkeit ausbreitet.

UV-Strahlung: Wichtige Wirkungen auf die Haut
| Akut | Chronisch |
|---|---|
| Erythem (mit bloßem Auge erkennbare Entzündungen), “Sonnenbrand” | Hautkrebs |
| Hautfärbung sofort / Pigmentierung verzögert | Hautalterung |
| Reduzierung des körpereigenen Abwehrpotentials | |
| Vitamin-D-Produktion wird angeregt |
Erste Hilfe bei Sonnenbrand
Die richtige Reaktion und Behandlung eines entstandenen Sonnebrandes verschafft nicht nur Abhilfe sondern verhindert auch weitreichendere Folgeschäden. Ganz wichtig: Die betroffene Hautpartie kühlen. Dazu eignen sich Wasser oder kühlende, wasserhaltige aber unbedingt alkoholfreie Cremes oder ein Gel. Dabei wird die entstehende Verdunstungskühle genutzt.
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Dieselbe Wirkung erzielt beispielsweise auch das Auftragen von Panthenolspray. Weitere natürliche Kühlmittel sind z. B. Quark oder hoch verdünnter Schwarztee. Aufgrund der Belastungssituation für den Kreislauf sollte darauf geachtet werden, ausreichend zu trinken, also Flüssigkeit aufzunehmen. In schweren Fällen gehen Sie bitte zum Arzt – das gilt umso eher, wenn Kinder betroffen sind. Ebenso sollte so lange direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden, bis der Sonnenbrand abgeheilt ist. Danach empfiehlt es sich, eine fetthaltige Creme aufzutragen. So wird die Haut wieder geschmeidig.

Typisierungstabelle - Grad der Verbrennungen
| Grad | Symptome / Merkmale | Therapie / Behandlung |
|---|---|---|
| Verbrennungen 1. Grades: | Schmerzhafte Hautrötung, leichter Sonnenbrand | Kühlende Umschläge, Flüssigkeitsaufnahme, Sonne meiden |
| Verbrennungen 2. Grades: | Blasenbildung, starker Sonnenbrand, zusätzlich u. a. Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Ohrensausen oder Kreislaufbeschwerden | Schonender Umgang mit Betroffenen und den entsprechenden Hautpartien / unbedingt Arzt aufsuchen! |
| Verbrennungen 3. Grades: | Weitgehende Zerstörung(en) der Haut, evtl. Ablösung der Oberhaut in größeren Bereichen | Stationäre Versorgung / Behandlung im Krankenhaus notwendig |
Expertentipp
Sonne trocknet die Haut aus. Cremen Sie mit After-Sun- oder Feuchtigkeits-Lotion. Nach dem Urlaub mit fetterer Creme.
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