Lichtschutz

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Arten von Lichtschutz: physikalisch und chemisch. Und die Wirksamkeit beider können wir entscheidend beeinflussen. Vorausgesetzt, wir wissen wichtige Details darüber und können diese dann für uns und unsere Haut nutzen. Zum physikalischen Schutz zählt der textile Schutz: Hier lässt sich durch die richtige Wahl der Kleidung (Material, Dichte, Webart, schonende Waschmittel) viel positiv beeinflussen – ganz besonders bei Kindern. Auch der bewährte Sonnenschirm fällt unter diese Kategorie. Sonnenmilch, Cremes und Öle mit entsprechender Funktion hingegen bieten chemischen Schutz.

Schutz egal wo - Wasser, Berge, Schnee

Es ist schön, wenn überall die Sonne scheint. Doch das bedeutet eben auch, dass Sie faktisch nie auf Sonneschutz verzichten sollten.

Das gilt ganz besonders für alle Aktivitäten auf und im Wasser, in den Bergen oder bei reichlich Schnee. Denn überall dort wird Sonnenstrahlung reflektiert und dadurch intensiviert. Und mit steigender Höhe durchquerten die Sonnestrahlen eine geringere Atmosphärenschicht und unterliegen somit weniger Absorptions- und Streuungseffekten. Die Intensität der UV-Strahlung nimmt deshalb mit der Höhenlage zu. Ebenso herrschen saisonale Unterschiede. Das gilt nicht nur für die Natur, sondern auch für uns Menschen. Denn im Winter sind viele Schutzfunktionen der Haut sehr belastet und wirken nur reduziert.

Sonnenschutz im Job

Sonnenschutz ist vor allem für diejenigen Personen wichtig, die beruflich bedingtmit Sonne und Wasser zu tun haben – wie etwa Binnenschiffer, Surflehrer oderauch Gärtner und Bauarbeiter. Hier heißt es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer:Um Hautverbrennungen und -schäden zu vermeiden, müssenSonnenschutzmittel bereitgestellt und auch benutzt werden. Für Arbeitnehmergilt außerdem: Freier Oberkörper und kurze Hose bei der Arbeit sind „out“.Orientieren sollte man sich vielmehr am australischen Trend und der heißt:Möglichst vollständige Körper- und Kopfbedeckung, am besten UV-undurchlässig.Wer länger im Freien arbeitet, sollte zudem möglichst einen Schattenspendenden Aufenthaltsort in der Nähe haben.

Mögliche Schutzmaßnahmen und Hilfsmittel für „beruflichen“
Sonnenschutz

  • Überdachungen, Sonnenschirme, Sonnensegel
  • UV-absorbierende Abdeckungen
  • Einrichtung von provisorischen Unterstellmöglichkeiten an Arbeitsplätzen im Freien etc.
  • Verwendung von UV-absorbierenden Fenstern an Fahrzeugen
  • Fixe Dächer für ständige Arbeitsplätze im Freien, z. B. für Bademeister, Kassierer auf Parkplätzen, mobile Verkaufsstände etc.

Umgang mit chemischen Lichtschutzmitteln

Sonnenschutzmittel helfen, Sonnenbrand und damit verbundene Spätfolgen zu vermeiden. Aber sie schützen nicht vor Hautkrebs. Dennoch ist es sehr wichtig, zu wissen, wie man sie optimal einsetzt. Wichtig ist, alle gewünschten Bräunungsprozesse langsam und geschützt zu beginnen. Bereits die Auswahl des passenden Lichtschutzfaktors spielt eine immense Rolle für die damit verbundene Schutzfunktion. Dazu kommt der Faktor Zeit, die man in der Sonne verbringt. Der Lichtschutzfaktor gibt an, um wie viel länger man sich mit dem entsprechenden Produkt der Sonne aussetzen kann als ohne. Dafür muss man die 'Eigenschutzzeit' kennen, die vom eigenen Hauttyp und von der Strahlenintensität abhängt. Liegt diese Eigenschutzzeit bei 20 Minuten, könnte man mit Lichtschutzfaktor 30 rein rechnerisch 600 Minuten sonnenbaden. Aber nur theoretisch: Denn diese Werte werden unter Laborbedingungen ermittelt. Wichtig ist außerdem, gerade beim Baden, den Sonnenschutz ca. alle zwei Stunden zu erneuern, um die Schutzwirkung zu erhalten - verlängert wird sie dadurch nicht.

Expertentipp

Sonne trocknet die Haut aus. Cremen Sie mit After-Sun- oder Feuchtigkeits-Lotion. Nach dem Urlaub mit fetterer Creme.
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